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Erfolgreiches Debüt des „Birdcage“ in Rouen vor 60 Jahren

Tipo 61 - Birdcage 2001

Der revolutionäre Maserati Tipo 60 siegte gleich im ersten Rennen

Modena, 17. Juli 2019 - Heute auf den Tag genau vor 60 Jahren - am 12. Juli 1959 - schrieb Maserati ein Stück Rennsportgeschichte: Zum Sportwagenrennen im französischen Rouen hatte man einen völlig neuen Rennwagen mitgebracht, den Tipo 60. Er besaß nicht nur ein neuartiges Chassis-Konzept, sondern fuhr von Beginn an der Konkurrenz davon. Mit Stirling Moss am Steuer holte der Tipo 60 gleich den ersten Sieg im ersten Rennen und erzielte überdies mit 2:28,5 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 158,594 km/h die schnellste Rundenzeit. Dieser Erfolg war der Auftakt zu einer Siegesserie, zu der auch der Gewinn von vier italienischen Berg- und zwei Rundstreckenmeisterschaften gehörten.

1958 beschloss die Familie Orsi, damaliger Eigentümer von Maserati, neue technische Lösungen für Rennwagen zu finden. Sie beauftragten damit den technischen Leiter von Maserati, Giulio Alfieri, dem sie völlige Handlungsfreiheit einräumten. Sein Hauptaugenmerk galt der Frage, wie ein geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Torsionssteifigkeit erreicht werden könnte. So entstand ein revolutionäres Chassis aus rund 200 Stahlrohren mit sehr kleinem Durchmesser (zwischen 10 und 15 Millimeter), die in äußerst kurzen Abständen zu einem komplexen Geflecht verbunden waren. Diese Struktur verlieh dem Fahrzeug später seinen bekannten Spitznamen „Birdcage“ - Vogelkäfig. 

Tipo 60 - Birdcage 1959 - Test Stirling Moss Modena
Tipo 61 - Birdcage 12 Ore Sebring

Für den Tipo 60 wurde ein kompakter 2,0-Liter-Vierzylindermotor in der Mitte des Wagens in einem 45°-Winkel montiert, um die Gewichtsverteilung zu optimieren und den Schwerpunkt zu senken. Der aus dem 200S abgeleitete Motor wurde entsprechend modifiziert, wobei der Zylinderkopf vollständig überarbeitet und der Auspuff auf die rechte Seite verlegt wurde. Das Verhältnis von Bohrung und Hub änderte sich ebenfalls von 92 x 75 Millimeter im 200S auf 93,8 x 72 Millimeter. Der Motor war mit zwei Weber 45-DCO3-Vergasern und einer batteriebetriebenen Doppelzündung von Marelli ausgestattet und leistete 200 PS. Die Radaufhängungen bestanden aus Spiralfedern an der Vorderachse sowie einer Hinterachse mit einer einzelnen Querblattfeder von De Dion. Die technischen Lösungen des Tipo 60 ermöglichten es, sein Gewicht auf 570 Kilogramm zu drücken.

Im Mai 1959 absolvierte Stirling Moss erste Testfahrten im Aeroautodromo in Modena sowie auf dem Nürburgring. Dabei stellte sich heraus, dass aufgrund der hohen Steifigkeit des Stahls Haarrisse in den Schweißnähten auftraten. Alfieri überraschte im Anschluss alle, als er beschloss, den Edelstahl durch einen Stahl von relativ durchschnittlicher Qualität zu ersetzen. Dieser verursachte bei hoher Beanspruchung keine Risse mehr.

Tipo 60 - Birdcage 1959 - Test Stirling Moss Modena
Tipo 61 - Birdcage Nino Vaccarella - Targa Florio - 1960

Dank des Siegs in Rouen und den Erfolgen in anderen prestigeträchtigen Rennen wurde bei Privatteams und Gentleman-Fahrern, die sich den hohen Kaufpreis des „Birdcage“ leisten konnten, das Interesse am Tipo 60 geweckt - auch bei Teams in den USA, die mit 3,0-Liter-Sportwagen unterwegs waren. Das veranlasste Maserati, den Vierzylindermotor auf 2.890 cm3 zu vergrößern, was die Leistung um 50 PS und das Gesamtgewicht des Fahrzeugs - jetzt als Tipo 61 bezeichnet - auf knapp 600 Kilogramm steigerte. Der Kraftstoffverbrauch blieb allerdings nahezu unverändert, was bei Langstreckenrennen ein entscheidender Vorteil war. 

1960 setzte Maserati kein eigenes Team ein, sondern entschied sich, den US-Rennstall von Lloyd Casners zu unterstützen, der beim 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring zwei Tipo 61 einsetzte. Die Maserati Paarung Stirling Moss / Dan Gurney gewannen die prestigeträchtige Veranstaltung, während der zweite Tipo 61 mit Masten Gregory / Gino Munaron den dritten Platz belegte. Bei den 24 Stunden von Le Mans erzielte einer der eingesetzten Tipo 61 einen Geschwindigkeitsrekord für 3,0-Liter-Fahrzeuge (270 km/h) und im gleichen Jahr errangen Masten Gregory / Lloyd Casner einen weiteren Sieg auf dem Nürburgring - auch gegen leistungsstärkere Konkurrenten.

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Ghibli: Normverbrauch (l/100 km) kombiniert: 7,6 – 11,8; Benzinäquivalent ( l/100 km): 8,7; CO₂-Emissionen (g/km) kombiniert*: 199 – 268; Effizienzklassen: G – G; CO₂-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder Strombereitstellung (g/km): 34 – 62

Levante: Normverbrauch (l/100 km) kombiniert: 8,2 – 11,9; Benzinäquivalent ( l/100 km): 9,3; CO₂-Emissionen (g/km) kombiniert*: 216 – 270; Effizienzklassen: G – G; CO₂-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder Strombereitstellung (g/km): 36 – 63
V8 Levante Trofeo : Normverbrauch (l/100 km) kombiniert: 13,3; CO₂-Emissionen (g/km) kombiniert*: 302; Effizienzklasse: G; CO₂-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder Strombereitstellung (g/km): 70

Quattroporte: Normverbrauch (l/100 km) kombiniert: 7,6 – 11,8; Benzinäquivalent ( l/100 km): 8,7; CO₂-Emissionen (g/km) kombiniert*: 199 – 268; Effizienzklassen: G – G; CO₂-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder Strombereitstellung (g/km): 34 – 62

Granturismo: Normverbrauch (l/100 km) kombiniert: 13,8; CO₂-Emissionen (g/km) kombiniert*: 313; Effizienzklasse: G ; CO₂-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder Strombereitstellung (g/km): 73

Grancabrio: Normverbrauch (l/100 km) kombiniert: 14,5; CO₂-Emissionen (g/km) kombiniert*: 328; Effizienzklasse: G ; CO₂-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder Strombereitstellung (g/km): 76

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* CO₂ ist das für die Erderwärmung hauptverantwortliche Treibhausgas. Die mittlere CO₂-Emission aller (markenübergreifend) angebotenen Fahrzeugtypen in der Schweiz beträgt 137 g/km.